Ein Dresdner und eine Herbornerin sind die neuen besten Staplerfahrer Deutschlands

22.09.2018

Thomas Kirsten aus Dresden siegt bei der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren in Aschaffenburg

Anna-Lena Wisser aus Herborn gewinnt Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen

Culcha Candela begeistert 6000 Zuschauer bei Gratis-Open-Air-Konzert

Video Tageszusammenfassung, Samstag, 22.09.2018

Drei Tage lang stand der Schlossplatz in Aschaffenburg wieder ganz im Zeichen von Staplersport, Spannung und Spaß: Der 14. StaplerCup hatte seit Donnerstag rund 200 Staplerfahrerinnen und Staplerfahrer und viele Tausend begeisterte Fans und Zuschauer in die Stadt am Untermain gelockt. Sieger der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren wurde heute Abend Thomas Kirsten aus Dresden, bei der Deutschen Meisterschaft der Staplerfahrerinnen setzte sich Anna-Lena Wisser aus Herborn an die Spitze der zwölf im Finale angetretenen Damen.

Nach drei nervenaufreibenden Vorrunden standen Saskia Köhn aus Hagen, Daniela Eilers aus Wertheim und Anna-Lena Wisser aus Herborn im Finale. Allen dreien war die Aufregung auf dem Weg zum Stapler zwar anzusehen, beim folgenden Turmbau aus Styroporteilen und großen Gummibällen aber war davon nichts mehr zu merken. Ruhig und konzentriert gingen alle drei zu Werke – Eilers konnte dabei immerhin auf die Erfahrung als Vizemeisterin aus 2017 zurückgreifen.

Anna-Lena Wisser aus Herborn gewinnt Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen 2018

v.l.n.r.: Daniela Eilers (2. Platz), Siegerin Anna-Lena Wisser und Saskia Köhn (3. Platz)

Es entwickelte sich gleich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Eilers und Wisser, in das Köhn bis zum Schluss nicht eingreifen konnte. Auf den letzten Zentimetern setzte Eilers voll auf Risiko und das kam sie teuer zu stehen. Der Einsturz ihres filigranen Gebildes kostete sie den Sieg, Wisser gewann, Eilers wurde Zweite und Newcomerin Köhn, zum ersten Mal beim StaplerCup-Finale in Aschaffenburg dabei, erreichte trotz allem überglücklich den dritten Platz.

Die Finalisten im letzten Lauf der Deutschen Meisterschaft im Staplerfahren – auch in diesem Jahr wieder rein unter Männern ausgetragen, obwohl theoretisch auch für Frauen offen – machten es ebenfalls spannend. Zunächst musste Vorjahressieger Klößinger das Halbfinale gegen den Vizemeister von 2017, Uwe Holstein, wegen eines technischen Fehlers zweimal fahren, um sich für das Finale zu qualifizieren. Dort trat der Petersauracher Routinier gegen Final-Neuling Thomas Kirsten und Benjamin Danker aus Neustadt an der Donau an. Danker hatte am Tag zuvor noch mit seinem Team die Firmen-Team-Meisterschaft gewonnen.

Die Sieger der Deutschen Meisterschaft 2018

v.l.n.r.: Benjamin Danker (2.Platz), Sieger Thomas Kirsten, Jörg Klößinger (3. Platz)

Ähnlich wie die Frauen mussten die drei Fahrer mit ihren Staplern einen Turm aus Schaumstoff-Elementen und Gummibällen errichten, der jedoch noch einige Bauteile mehr umfasste und damit ca. 7 Meter hoch werden sollte. Klößinger und Danker gingen mit mitreißender Leidenschaft ans Werk und schichteten Klotz auf Klotz oder Ball und schienen Kirsten abgehängt zu haben. Doch plötzlich überzogen sowohl Final-Dauergast Klößinger als auch Danker und beide Türme stürzten quasi auf den letzten Zentimetern von den Gabeln. Ruhig und besonnen konnte Kirsten zum ersten Meistertitel fahren, Danker sicherte sich mit dem deutschen Vizemeister 2018 den zweiten Titel, Klößinger musste sich mit dem dritten Platz begnügen. Die dafür vergebenen Punkte reichten ihm jedoch, den ersten Platz im ChampionsRanking zu verteidigen.

Weiteres Highlight an diesem emotionalen Abend war der Weltrekordversuch von neun Linde-Auszubildenden im Reifenwechsel an einem Gabelstapler. In einer spektakulären Inszenierung gelang es ihnen, in beeindruckend kurzer Zeit, eine Minute und acht Sekunden, die insgesamt 30 Radschrauben zu lösen, vier Reifen zu entfernen, vier neue aufzusetzen und diese wieder festzuschrauben. Unter tosendem Applaus erhielten Berkün Cin, Nicola Dill, Bastian Bott, Tobias Trabolt, Alex Hartmann, Christian Wirzberger, Marvin Maidhof, Jochen Berger und Phillip Sell ihre Urkunde aus den Händen der offiziellen Guinness World Records-Richterin Mariko Koike, die eigens aus Litauen angereist war.

Für Zulauf von mehreren Tausend weiteren Zuschauern sorgte am Abend schließlich die Night of Champions mit dem Gratis-Open-Air-Konzert von Culcha Candela. Die Berliner Band steht seit 16 Jahren für Hamma!-Musik, Hip-Hop und Reggae und präsentierte Hits ihres aktuellen Albums „Feel Erfolg“.